S’Läba isch koi Schlotzer!!

2016-07-31-13-57-02
Food for thought aus den Straßen von Bratislava

Mit dieser Perle schwäbischer Volksweisheit ist wieder Samstags morgens, ich liege noch im Bett und da wackelt was……wieder mein Wecker, ich habe schon mehrmals auf die Schlummertaste draufgehauen, Nun wird Zeit aufzustehen, aber ich fühle mich als hätten mich zwei Bahnen überollt, ich hau mir zwei drei Schmerztabletten rein und hoffe sie helfen, nachdem langen hin und her, freue ich mich wenigstens auf meinen Früchtetee, von dem ich gleich einen Schlück nehmen werde, heute mit extra zucker.

Das Leben ist schön und hat aber auch die Fähigkeit alles auf dem Kopf zu stellen, dann plötzlich ist man weiß der Kuckuck wo, man weiß gar nicht mehr wann, wo und wie man angefangen hat. Die Zeit vergeht wie im Flug und auch 2016 ist schon wieder vorbei, nun ruft einer feiner, neuer und frischer  Duft…. 2017.

Lüstig oder? Wie man am Anfang jedes Jahres jeder Aspekt seines Lebens plant, vorhersagt und glatt haben will, das geht mit dem Tee und extra Zucker aber nicht  das ganze Leben, trotzdem ist es schon wichtig sich konkrete Ziele zu setzen für 2017, zur Beginn eines neuen Jahres versuche ich das Leben umzukrumpeln, und wieder neue Power aufzutanken, doch der eiserne Wille  mit der ich immer starte, verfliegt in der Regel blitzschnell wieder, lauter Prokrastination und irgendwelche Trödeleien, wird die Umsetzung der guten Vorsätze futsch.

Das errinert mich an einem südafrikanischen Spruch, „das Leben passiert“, also das Leben ist soo powerful und mächtig und es geschieht einfach, trotzdem und genau deswegen muss man dafür dran arbeiten und alles geben…schaffe schaffe💪🏿.

In diesem Sinne wünsche ich alles Gute in 2017….

„Leben heißt Veränderung“ sagte mal die Biene zur Blume und flog danach einfach davon ……..ade 2016

**********************Nahrung furs Nachdenken*******************

Ein Mädchen namens Simbabwe

Getty Images: Mädchen in simbabwisches traditionelle Outfit  vor simbabwischer Landkarte

Verpackt in einem Kleid, das die Kurven ihrer Hüfte streichelt und die Umrisse ihrer Schenkel druckte, atmete sie aus. Sie war wunderschön und als ich ihrer haselfärbigen Augen blickte, sah ich die Reflektionen einer beschädigten Seele. Sie atmete wieder tief und sie erzählte mir die Geschichte eines gebrochenen Herzens. Als sie deutete, konnte ich das Rasseln der roten, grünen und gelben Armbänder hören, die an ihren Handgelenken befestigt waren, ein beruhigender Jingle, der den weichen aber leidenschaftlichen Ton ihrer Stimme zu begleiten schien.

Sie sagte, ich habe ihn geliebt, wie ein Dichter schöne Metaphern liebt.
Sie sagte, ich brauchte ihn, wie eine blühende Blume die Sonne braucht.
Sie sagte, ohne ihn war ich unvollständig, wie ein Gürtel ohne Schnalle.

Ihre Gefühle für ihn waren wie einen Fluss der Liebe, der voller Zuneigung, Vertrauen und ruhige Ströme der Loyalität konstant floss.

Aber mit der Zeit hielt er sie für selbstverständlich. Er hat sie missbraucht und ihr Vertrauen verspielt. Er vernachlässigte ihre Bedürfnisse und enttäuschte sie. Mit der Zeit fing er an, ihre Opfer herabzusetzen und hielt seine vielen Versprechungen nicht mehr.

Mit der Zeit fing er an wenig zu geben und viel zu nehmen

Sie ist mein Volk, mein Land und der ist mein korruptes, rücksichtloses Regime, das über das Volk herrscht.

Ich komm aus einem Land der Schönheit mit wunderschönen Menschen. Ein Ort wo jeder Erzählung Moralität zeigt, jeder Metapher die Essenz und Sinne des Lebens fängt.

Ich komm aus einem Ort, aus dem der Wind in den Ohren zu flüstern scheint, wo die Herzen der Gerechten so rein sind wie kristallklaren Tropfen der Morgentau.

Ich komme aus einem Land, wo das Volk lange in den Himmel blickte, bevor die christlichen Missionare uns die Bibel beibrachten. Ein Ort, wo unser Glauben an Gott ein Konstant ist und kein Ende hat.

Aber ich komme auch aus einem Land des Widerspruchs. Ein Ort, wo die Eigennützigkeit der Eliten den Altruismus vieler Leute ersetzt. Ich komme aus einem Land, wo die Eliten eine Manifestation des Bösen geworden sind, vor dem sie uns eigentlich schützen sollen. Ich komme aus einem Ort, wo der Gesetzgeber rechtswidrig wird. Die Unbestechliche werden korrupt. Es ist ein Ort, in dem die Unterdrückten Lästere werden und die Befreien die Freiheit verweigern. Ein Ort, wo der Unterschied zwischen Richtiges und Falsches nicht auf Moral und Ethik basiert, sondern auf das Diktat der Gier berührt. Es ist ein Ort, in dem aus der Geschichte nichts gelernt wurde (Kolonialismus) und die Erfahrungen der Vergangenheit nur selten realisiert werden.

Ich hoffe, dass meine Simbabwe eines Tages Frieden findet und noch am selben Tag ihr das Vertrauen und Hoffnung wiederhergestellt wird. Aber bis zu diesem Tag, wie jemand, der in einer schlechten Beziehung gefangen ist, hoffe ich für sie, dass sie Kraft, Mut und Überzeugung findet, diese Gefangenschaft zu beenden.

***************Zweite Folge folgt…..Was bisher geschah ***************

Willkommen in Deutschland: 6 Dinge, die man als internationale Studierende kennen soll xD

Meine Ankunft in Deutschland war volle Uberaschungen und coole Experiences, einige davon bleiben im Kopf und sind Pflicht, die begegnen mich jeden Tag, daher hier meine Countdown.

Nummer  Eins :

DB

7.JPG
25 min. en retard am Heidelberg Hauptbahnhof

Erwarte Verspätungen, falls du mit der Deutschen Bahn fährst, und du werdest niemals enttäuscht. Achtung am Gleis 5, ein Zug fährt durch. Diese Durchsage ist für Reisende sehr unnötig, denn es bezieht sich normalerweise auf Güterzüge, nicht auf dem Zug, mit dem man fahren will. Die betreffenden Durchsagen sind folgende:
Heute, fünfzig Minute später – danach sind doch 120 Minuten
Wie bitte?
Dann wird nichts mehr gesagt und auf der Tafel steht nur noch Zug fällt aus.

Nummer Zwei:

Restaurant

restaurant

Im Restaurant wird nach Menu bestellt, nicht wie du es willst. Eines Tages bestellte ich mir Spargel mit Pommes. Da wurde ich von der Kellnerin angebrüllt, weil die Kombination nicht ginge. Auf dem Menu sind doch gekochte Kartoffeln und diese musste ich dazu bestellen.

Nummer Drei:

Die Hauptstadt Afrikas und die afrikanische Sprache

Von den zwei will jeder von mir hören und die Sprache will jeder lernen. Leider kenne ich die beide nicht und deshalb kann ich dabei nicht weiterhelfen. Vielleicht liegt es daran, dass ich aus dem südlichen Afrika komme und nur die Hauptstadt Südafrikas und die südafrikanische Sprache kenne; mehr nicht. Am lustigsten war es, als ich eine Freundin gefragt habe, wie die Hauptstadt Afrikas heißt. Sie war sich sicher, dass sie die Stadt kennt und sogar von dieser vor paar Tagen gehört hat! Nach einer zehnminütigen Anstrengung hat sie sich für Nigeria entschieden, also Nigeria sollte die Hauptstadt Afrikas sein! Gar nicht so schlecht. Nachdem ich ihr erzählt habe, dass Afrika ein Kontinent ist und genauso wie Europa und die anderen Kontinente keine Hauptstadt hat, war ihr sofort klar, wie peinlich ihre Antwort war!

Nummer Vier:

Grün – Gelb – Braun – Blau– Schwarz

8.JPG
Mit Hinweis

Das Recycling in Deutschland macht einem Wischiwaschi im Kopf. Alles zusammenschmeißen kommt gar nicht in Frage, du wirst sogar dafür bestraft. Lieber wartest du auf einem Mitbewohner, der das alles versteht und alle Farben der Mülltonne gemeistert hat. Denn, bis du alles verstanden hast, taucht ein Schild zur Abfalltrennung auf deiner Tür auf. Eigentlich ist es selbstverständlich, dass man seine Pfandflasche zurückbringt. Nur ärgerlich wird es, wenn man das Pfandbon verloren hat oder mit in die Waschmaschine getan hat.

Nummer Fünf:

Ich bin der Ampelmann, schau meine Farbe an

PG.JPG

Es ist verboten über Rot zu laufen, da kann dich die Polizei schon schnappen. Doch bevor die da sind, haben dich die Passanten schon zurückgehalten oder beschimpft, bis du wieder zurückläufst und auf Grün wartest. Nicht, dass die Leute unfreundlich sind, sondern sie wollen dein Leben retten und deren Kinder gut erziehen. Sei lieber geduldig und warte auf Grün!

Nummer Sechs:

 Das Leben hat drei Genders

Gabel sind feminin, Löffel sind maskulin und Messer sind neutral. Die Sprache hat mehr Artikeln als die Wörter selbst. Und das Schlimmste ist, dass es mehr Ausnahmen als Regeln gibt. Wenn man alles auf Englisch sagen will, dann sagt man: That is the folk and she is sitting on the table.